Low-Fat
Low-Fat
Ein Gramm Fett enthält 38,9 Kilojoule bzw. 9,3 Kilokalorien. Kohlenhydrate und Proteine enthalten hingegen jeweils nur ca. 17,2 kJ (4,1 kcal) pro Gramm. Somit kann bei gleicher Nahrungsmittelmenge die Energiezufuhr gesenkt werden, indem Fett durch Kohlenhydrate oder Eiweiße ersetzt wird. Dabei ist die Energiezufuhr der wesentliche Faktor bei der Beeinflussung des Körpergewichts.
Für die Zunahme der Adipositas (Übergewicht) in Industrieländern wird meist der hohe Fettkonsum verantwortlich gemacht, deshalb enthalten viele von Medizinern empfohlene Diäten einen reduzierten Fettanteil. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Tag die Aufnahme von maximal 60 bis 70 Gramm Fett. Untersuchungen zufolge nimmt die deutsche Bevölkerung im Schnitt aber täglich mehr als 100 Gramm Fett zu sich.
Entscheidend für eine Gewichtsreduzierung ist, wie bei sämtlichen anderen Diäten auch (ausgenommen LCHF– und ketogener Ernährung), über einen längeren Zeitraum eine negative Energiebilanz insgesamt zu erzielen, also insgesamt weniger Energie aufzunehmen als verbraucht wird.
In einer Studie des Department of Medicine an der George Washington University konnte gezeigt werden, dass eine vegane Low-Fat-Ernährung gegenüber einer konventionellen Reduktionsdiät (nach den Empfehlungen der American Diabetes Association) überlegen war, wobei eine Low-Fat-Diät nicht zwangsweise vegan sein muss, um zum Erfolg zu führen. Die Low-Fat-Gruppe nahm im Schnitt 6,5 kg ab, hingegen die konventionelle Gruppe nur 3,1 kg. Hierbei zeigte sich auch ein größerer gesundheitlicher Vorteil in der Low-Fat-Gruppe bei der Reduzierung des schädlichen LDL-Cholesterin und ein positiver Effekt auf die glykämische Kontrolle und das Lipidprofil von Diabetes mellitus Typ 2 Patienten.[1]